An Pfr. B. von Bremen, Pfr. Th. Schöps und Pfr. Th. Wessel: Ihre Kritik an den verweigerten stehenden Ovationen für Kriegshetze

by Claudia Karas
Sunday, February 14, 2010

„...Demokraten sperren hilflose Völker, deren Land sie erobert haben, nicht in Bantustans; und
freie Menschen ignorieren nicht internationales Gesetz und nehmen anderen Menschen die Heimat weg
.“ (Der britische Historiker Tony Judt in der SZ vom 20.05.2006)

 

Du. Pfarrer auf der Kanzel. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst den Mord segnen
und den Krieg heilig sprechen, dann gibt es nur eins: Sag NEIN!
(Wolfgang Borchert)

 

An Pfr. Barbara von Bremen, Pfr. Thomas Schöps und Pfr. Thomas Wessel

Ihr Offener Brief an die Bundestagsabgeordnete Dagdalen/Ihre Kritik an den verweigerten stehenden Ovationen für Kriegshetze

 

Guten Tag,

 

Ihr feindseliger "Offener Brief" an die Bundestagsabgeordnete Dagdalen, und wie hasserfüllt Sie ihr die Kirchentüre zuschlagen und sie zur unerwünschten Person erklären, hat mich sehr schockiert. Ist das die Art von "Kultur", die Sie predigen? Wer hat denn wirklich „denen, die überlebt haben, den Respekt verweigert“? Menschen, die sich für ein friedliches Zusammenleben der Völker einsetzen und gegen Angriffskriege sind? Oder eher Sie, die Kritik an der israelischen Regierung bösartig diffamieren? Ist es aufgrund der deutschen Geschichte nicht eine Pflicht, gegen Unrecht und Kriegstreiberei vorzugehen? Sie und feige Politiker jedoch geben den israelischen Kriegsverbrechern einen Freibrief, weil Sie fälschlicherweise das Judentum mit dem Zionismus gleichsetzen. Sie selektieren die Juden und stellen sich an die Seite der zionistischen Expansionspolitik und hören nicht auf die in den Massenmedien kaum vernehmbaren unzähligen jüdischen Stimmen für einen gerechten Frieden, die ganz deutlich sagen: Shimon Peres spricht nicht in unserem Namen!

 

Ja doch, es ist die „Banalität des Bösen“, nämlich ein „Unwillen“, das schreiende Unrecht gegenüber dem palästinensischen Volk zu sehen, jedoch einer Kriegshetze zu applaudieren! Könnte es sein, dass Sie gar keine Pfarrer sind, sondern nur drei (Pf)AFFEN, die nichts über das Unrecht sehen und hören, geschweige denn darüber sprechen wollen, ganz leidenschaftslos?

 

Sie fühlen sich wortreich ein in Peres als Elfjährigen - schweigen aber zu dem Unrecht, das dem palästinensischen Volk aus vermeintlicher „Staatsräson“ zugefügt wird. Deshalb stelle ich mir vor, wie Sie stehend applaudieren, wenn Palästinenser routinemäßig misshandelt werden. Vielleicht geht Ihnen das Herz auf, wenn eine israelische Soldatin von der Bestrafung eines steinewerfenden palästinensischen Jungen erzählt: „Zwei Soldaten hätten den Jungen eingefangen, seien mit ihm in einem Jeep davongefahren und hätten ihm Arme und Beine gebrochen. Anschließend hätten sie stolz davon erzählt, »wie sie seine Hand auf den Stuhl gelegt und einfach gebrochen haben«. Selbst fünfjährige Kinder wurden nicht verschont“.

 

Kein Friede ohne Gerechtigkeit

Claudia Karas

Aktionsbündnis für einen gerechten Frieden in Palästina


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